Antike Uhren

Antike Uhren sind bei Sammlern beliebt. Foto: © osiris59 - Fotolia.comZeit ist Geld. Das hatten wohl schon die alten Ägypter und Griechen in Erfahrung gebracht, denn sie haben den Vorläufer unserer heutigen Uhr erfunden: die Sonnenuhr. Sie ist das älteste, bekannte Instrument zur Messung der Zeit. Damals musste man zur Berechnung der „normalen Zeit“ noch besondere, selbst erstellte Tabellen nutzen. Auf Grund der Sonneneinstrahlung auf einen Stab errechnete man sich anhand von der Länge und Richtung des Schattens dann die Uhrzeit. Später entwickelten die Römer daraus die Wasseruhr. Sie bestand aus einem Gefäß in das Wasser entweder ein- oder auslief.

Antike Uhren: unter Sammlern beliebt

Unabhängig von der Sonne konnte man nun eine gleichmäßige Zeiteinteilung (etwa eine Stunde) festsetzen und anhand des Wasserstandes ablesen. Allerdings wurde auch diese Art der Zeitmessung immer mehr verfeinert und überholt: man begann die Erfahrung mit dem Wasser zu nutzen, indem man an die Wasseruhren einfach Räderwerke mit einem Schwimmer baute. So war man in der Lage eine Zeitanzeige auf Zifferblättern zu ermöglichen.

Entwicklung der antiken Uhren

Nach einigen weiteren Experimenten mit Öllampen, der Feueruhr und der Kerzenuhr, wurde Anfang des 14. Jahrhunderts die erste Räderuhr urkundlich erwähnt. Ab der jetzigen Zeit ging die Entwicklung recht schnell voran, da immer mehr andere Materialien entdeckt und neue Werkzeuge für präziseres Arbeiten erfunden wurden. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts gibt es die kleinen Taschenuhren, welche vor allem auf Grund ihrer Eleganz beim Adel der Renaissance und des Barock beliebt waren. Mit edlen Metallen wie Gold und Silber verziert wurden immer prachtvollere Gehäuse geschaffen. Durch die neu geschaffene Berufsgruppe des Uhrmachers, welche sich auf die Herstellung und Verschönerung von Uhren spezialisiert hatten, entstanden neben kleineren Kamin-, Tisch- und Taschenuhren immer größere Zeitmesser. Als revolutionäre Entdeckung galt die anschließende Einführung eines Pendels als Gangregler. Heute noch sind die großen Wand- und die noch größeren Standuhren mit ihren wunderschönen in Holz gearbeiteten Mustern und farblichen Verzierungen ein sehr wertvoller „Hingucker“.

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